Guatemaltekischer Athlet Kenneth Stanley Henry Lizama erhält Ein-Jahres-Stipendium für Deutschland

Kenneth Lizama erzählt, dass er seine Erfahrungen teilen konnte mit 11 jungen Menschen aus verschiedenen Ländern, z.B. Brasilien, Indonesien, Uganda, Togo, El Salvador, Dominikanische Republik, Vietnam, Zambia, Islamische Republik Mauretanien und Myanmar und die verschiedenen Kulturen kennenlernen konnte. Der Kurs ist ein Projekt des Deutschen Auswärtigen Amtes, der Leichtathletikverbände der jeweiligen Länder und einer der besten, deutschen Universitäten, der Johannes Gutenberg Universität in Mainz/Deutschland mit über 36 000 Studenten und das Institut der Angewandten Sportwissenschaften, ebenfalls in Mainz. Kenneth Stanley Henry Lizama ist sehr zufrieden mit der erlebten Erfahrung: “Ich möchte auch hervorheben, dass ich dieses und letztes Jahr die Möglichkeit hatte, beim besten Leichtathletik-Wettkampf als Zuschauer dabei zu sein, bei dem verschiedene Weltklasse-Athleten teilnahmen, wie Robert Harting, Diskuswerfer, der Goldmedaillengewinner bei den Olympischen Spielen 2012 in London sowie auch andere Athleten, die in London dabei waren.

Vom Kurs habe ich erfahren, als zwei deutsche Trainer in Guatemala eine Fortbildung zum Thema Mini-Leichtathletik gaben. Sie haben mir das Stipendium vorgeschlagen und ich habe es, ohne nachzudenken, angenommen, weil ich wusste, dass es eine große Chance für mich und für die guatemaltekische Leichtathletik sein würde. Ich bin der Deutschen Botschaft in Guatemala dankbar und dem Leichtathletikverband, der mich beim Kauf des Flugtickets unterstützt und so die Teilnahme am Kurs möglich gemacht hat. Mein erster Eindruck war die schöne Stadt Mainz. Das Lebenssystem, die fortschrittliche Infrastruktur, das Zugsystem etc. Das Schwierigste für mich war, so lange von daheim weg zu sein, von meinem Land, meiner Familie, das sind Dinge, die man jeden Tag vermisst, die aber auch Kraft geben, weiterzumachen. Eine weiter schwierige Sache war das Klima, weil im Winter die Temperatur bis zu Minus 14 Grad sein kann, das ist sehr kalt, aber, Gott sei Dank, konnte ich mich daran gewöhnen. Ich konnte auch einen der schönsten Momente meines Lebens erleben, als ich das erste Mal Schnee sah, das war etwas Spektakuläres und Unvergessliches in meinem Leben. Ohne Zweifel war es eine sehr schöne Erfahrung. Eine schwierige Sache war auch die Sprache, weil ich nach Deutschland fuhr und nur Spanisch sprach, aber, Gott sei Dank, konnte ich mich in eine Gruppe von Leichtathleten einbringen, die als USC Mainz bei Wettkämpfen auftreten. Ich konnte mit diesem Verein bei verschiedenen Wettkämpfen teilnehmen, worüber ich mich sehr gefreut habe und auch darüber, dass ich Teil dieses Vereins sein konnte. Das hat mir auch sehr geholfen, die deutsche Sprache zu lernen, weil ich mich immer auf Deutsch unterhalten musste. Es gab auch viele Menschen, die uns immer sehr gut behandelt haben, besonders die Dozenten, die immer alles getan haben, damit wir uns zuhause fühlten, das war etwas ganz Besonderes und mir bleibt nichts anderes, als jedem Einzelnen zu danken. Jetzt wünsche ich mir, als Leichtathletiktrainer arbeiten zu können, besonderes mit Kindern, die der wichtigste Punkt im Sport sind, ohne jedoch die Talente zu vernachlässigen, die schon seit längerer Zeit in Prozess sind. Ich glaube aber, dass die Arbeit mit Kindern fundamental ist, damit es ein gutes Wachstum und eine gute Entwicklung in jedem Sport gibt. Ich möchte nicht nur helfen, gute Athleten zu formen, sondern ihnen auch gute Werte mitgeben, damit es junge Menschen werden, die sich ihrem Land und der Gesellschaft verpflichten, junge Menschen mit dem Wunsch, ihr Leben zu ändern. Und zuletzt möchte ich euch sagen, dass, wenn ihr einen Traum habt, kämpft für ihn und lasst nie zu, dass jemand euch sagt, ihr könnt es nicht, wenn ihr euch im Leben weiterentwickeln wollt, müsst ihr es nur wollen, Glauben und Vertrauen haben und auch an euch selbst glauben, dass im Leben alles möglich ist, wenn man es will. Man muss nur sagen ICH WILL, ICH KANN ES, ICH BEWEGE MICH IMMER NACH VORN.“

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Kenneth Lizama

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