Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Kleinstprojekte der Deutschen Botschaft in Guatemala

Die Deutsche Botschaft erhält jährlich Fonds für die Verwirklichung von Kleinstprojekten seitens des deutschen Außenministeriums. Diese Art von Spenden werden in der Regel der bedürftigen Landbevölkerung zugewiesen. Es handelt sich hierbei um Förderungen, die möglichst schnell realisierbar sind und nur wenig Verwaltungsaufwand bedeuten, somit spürt die davon profitierende Bevölkerungsgruppe die direkten Konsequenzen und Vorteile in ihrem Alltag.

Es ist der Botschaft wichtig, dass die begünstigte Bevölkerung einen direkten Beitrag zum Gelingen des Projektes beiträgt, oft in Form von Arbeitskraft.

Als Beispiele für genehmigte Kleinstprojekte des letzten Jahres sind zu erwähnen:

- Renovierung einer Schulungsstätte für taubblinde Kinder in Quetzaltenango

- Konstruktion einer befahrbaren Brücke in einer Gemeinde in Santa Cruz del Quiché

- Anschluss an Wasserversorgung einer Gemeinde in Rabinal, Baja Verapaz

 

In den folgenden Links finden Sie Informationen zu den Bedingungen der Mikroprojekte 2018 und das Bewerbungsformular.

Die Bewerbungsfrist endet am 31. Januar 2018.  

Die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Guatemala begann bereits 1978. Seitdem arbeitet man insbesondere an der Verbesserung  der Lebensbedingungen im  sozialen Bereich, der Wirtschaftsleistung und der Umweltsituation. Im Vordergrund der bilateralen Zusammenarbeit in Guatemala steht  auch die Förderung des friedlichen Zusammenlebens, die Stärkung der demokratischen Struktur und die Gleichstellung.  Als Querschnittsaufgaben ergeben sich die Anwendung und Achtung der Menschenrechte sowie die Förderung der Geschlechtergleichheit.

In den Regierungsverhandlungen 2012 haben sich beide Länder auf eine Zusammenarbeit in den folgenden drei Schwerpunktbereichen geeinigt:

1.   Demokratische Regierungsführung mit Gerechtigkeit

2    Bildung

3.   Umwelt und Anpassung an den Klimawandel

Die Zielgruppe der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Guatemala ist vor allem die ländliche Bevölkerung, besonders Frauen und Indigene. Die Zielregionen sind: Huehuetenango, Alta Verapaz, Baja Verapaz, Petén, die Trockenzone und Quiché. Außerdem gibt es Programme auf nationaler und zentralamerikanischer Ebene, die Guatemala einbeziehen.

Die verschiedenen Instrumente der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und der politischen Stiftungen sollen mit anderen bi- und multilateralen Gebern abgestimmt werden, um so ein Höchstmaß an Synergie zu erzielen und Überschneidungen zu vermeiden.

Der Deutschen Botschaft Guatemala stehen darüber hinaus Mittel für lokale Kleinstprojekte zur Verfügung. Sie sollen die Grundbedürfnisse der Bevölkerung sichern.

Staatsministerin Pieper bei der Eröffnung einer Konferenz zum Thema Klimawandel

Deutsches Engagement für den internationalen Klimaschutz

Der Wandel des globalen Klimas wird im 21. Jahrhundert weltweit gravierende Folgen haben. Die menschengemachte Emission von Treibhausgasen in die Atmosphäre hat vermutlich entscheidend zu dem kontinuierlichen Anstieg der globalen Druchschnittstemperatur seit Mitte des 20. Jahrhunderts beigetragen.

Feierstunde in der Universität Rafael Landívar

Regionale Integration in Mittelamerika

Regionale Integration in Mittelamerika ist der deutschen Entwicklungspolitik ein wichtiges Anliegen, zumal viele Probleme im Naturschutz oder in der Energieversorgung sowie das Wirken von kriminellen Banden grenzüberschreitend sind.  Über die Zentralamerikanische Bank für die wirtschaftliche Integration BCIE fördert Deutschland  überwiegend Umwelt- und Energieprojekte in Höhe von rund 267,9 Mio. Euro. Darüber hinaus leistet Deutschland technische Unterstützung über das Zentralamerikanische Integrationssystem SICA für Umwelt-, Energie- und Jugendgewaltpräventionsprograme in Höhe von rund 148,6 Mio. Euro.

Kfw Quiché

Unterstützung im Bildungssektor in Quiché

Am 21. Januar 2015 fand die offizielle Einweihung des Studienzentrums „Colegio San Francisco Javier de Quiché“, finanziert durch die deutsche finanzielle Kooperation. Der Vertreter der deutschen finanziellen Zusammenarbeit KfW, Manuel Lorenzana, gratulierte im Namen des deutschen Botschafters Matthias Sonn allen am Bau des Bildungszentrums Beteiligten und betonte die Wichtigkeit von Bildung als Instrument zur persönlichen und professionellen Weiterentwicklung. Durch die Entwicklungsbank KfW hat die deutsche Kooperation in Guatemala den Bau von vier regionalen Studiencampus der Universität Rafael Landívar in Alta Verapaz, Zacapa, Quiché sowie Huehuetenango unterstützt, zu um damit den Bildungszugang verbessern und eine integrierte Entwicklung in ausgewählten Regionen zu fördern.

Deutschland und Guatemala unterzeichnen Kooperationsabkommen

Während eines offiziellen Besuchs einer Delegation der Kommission für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des Deutschen Bundestages, wurden unter Beisein von Botschafter Matthias Sonn sowie Mitgliedern der GIZ und KfW im Außenministerium drei Kooperationsabkommen zwischen Deutschland und Guatemala unterzeichnet.

Das Regierungsabkommen über die finanzielle Zusammenarbeit 2012 "Die Konsolidierung des guatemaltekischen Systems von Schutzgebieten - Life Web II" sowie die Regierungsabkommen über die technische Zusammenarbeit für 2013 und für 2014 wurden von der Vizeministerin für Auswärtiges Martha Eulalia Xicara de Leiva und dem Botschafter Matthias Sonn unterzeichnet.

Vertreter aus den Ministerien für Umwelt, Finanzen, Bildung und Auswärtige Beziehungen sowie Repräsentanten der Nationalen Planungsbehörde (SEGEPLAN) und des Nationalen Rats für Schutzgebiete (CONAP) waren während der Unterzeichnung anwesend.

Institutionen in Guatemala

Die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Guatemala begann bereits im Jahre 1978. Seitdem will man gemeinsam einen höheren sozialen Lebensstandard schaffen, das wirtschaftliche Wachstum fördern und gleichzeitig die Umwelt schützen, um die wunderschöne Natur Guatemalas zu erhalten. Im Vordergrund der bilateralen Zusammenarbeit in Guatemala stehen vor allem auch die Festigung des Friedens, die Stärkung der demokratischen Struktur und die Gleichstellung.

Folgende deutsche Institutionen sind in Guatemala tätig.

GIZ

Als Bundesunternehmen unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH die deutsche Bundesregierung dabei, ihre Ziele in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung zu erreichen; weltweit tätig ist sie außerdem in der internationalen Bildungsarbeit.

Kreditanstalt für Wiederaufbau

KfW Entwicklungsbank

Die KfW Entwicklungsbankimplementiert die deutsche finanzielle Entwicklungszusammenarbeit mit Entwicklungsländern im Auftrag der deutschen Bundesregierung. Sie finanziert Investitionen und Programme zur Förderung makroökonomischer und sektorieller Reformen. Unter dem Gesichtspunkt der Entwicklungspolitik führt die KfW Entwicklungsbank Studien zur Machbarkeit der Projekte durch und finanziert und begleitet die Durchführung der Projekte. Auch die Projektevaluierung wird direkt von der KfW Entwicklungsbank beauftragt.

Mit dem Oberziel der Bekämpfung der Armut engagiert sich die KfW Entwicklungsbank unter anderem im sozialen und wirtschaftlichen sowie im ökologischen Bereich.

Die Projekte der finanziellen Zusammenarbeit werden aus dem Bundeshaushalt sowie aus KfW-Eigenmitteln finanziert, welche in Form von Zuschüssen oder Darlehen an die Partnerländer weitergegeben werden.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte das KfW-Regionalbüro in Tegucigalpa:

Agencia Regional del KfW para El Salvador, Guatemala, Honduras y el BCIE

Cooperación Financiera Alemana

Residencial La Cumbre 4218

Tegucigalpa, M.D.C.

Honduras

Tel.: +504 2 231 1998 und +504 2 231 1466

Fax: +504 2 231 1854

E-Mail: kfw%27%de,kfw%27%tegucigalpa

DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH

Die DEG, ein Tochterunternehmen der KfW, ist eines der größten europäischen Institute für langfristige Projekt- und Unternehmensfinanzierungen in Entwicklungsländern. Sie strukturiert und finanziert seit 50 Jahren Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Als Teil der deutschen EZ setzt sie sich für den Auf- und Ausbau der Privatwirtschaft ein, um auf diesem Weg zu nachhaltiger Entwicklung beizutragen.

Senior Experten Service (SES)

Der Senior Experten Service (SES) fördert die Aus- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften insbesondere in Entwicklungsländern durch Fachkräfte im Ruhestand (sogenannte Senior Experten), die ehrenamtlich, d.h. ohne Bezahlung, arbeiten. Aktuell sind mehr als 7.100 von ihnen bereit, Projekte durchzuführen und ihre Anzahl nimmt weiter zu. Sie zeichnen sich durch ihre langjährige Erfahrung und Kenntnisse der Sprachen Spanisch und Englisch aus. Die einladenden Unternehmen sind vorwiegend kleinere und mittlere. Die Experten unterstützen vor allem mit praktischem Rat und helfen technische und organisatorische Probleme zu lösen. Dabei wird immer das lokale Personal in die Weiterbildung einbezogen.

Kontaktperson: Peter Goetzke

Die vierzehn SES-Projekte im Jahr 2012 in Guatemala

Anbei finden Sie eine Übersicht der im vergangenen Jahr in Guatemala durchgeführten Projekte des Senioren Experten Service (SES).
Der SES entsendet auf Anfrage Experten, um Fachwissen zu vermitteln und die Entwicklung von guatemaltekischen Unternehmen voranzutreiben.
Interessenten können sich an Herrn Peter Götzke wenden: yahoo%27%com,sesguatemala

Konrad-Adenauer-Stiftung

Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind die Leitprinzipien der Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). Die KAS ist eine Politische Stiftung, die der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) nahesteht. Als Mitbegründer der CDU und erster deutscher Bundeskanzler verband Konrad Adenauer (1876-1967) christlich-soziale, konservative und liberale Traditionen.

Hanns-Seidel-Stiftung

Die 1967 gegründete CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung ist eine deutsche politische Stiftung, die „im Dienst von Demokratie, Frieden und Entwicklung“ politische Bildungsarbeit im In- und Ausland leistet. Gemeinsam mit den Partnern vor Ort setzt sich die Stiftung in Zentralamerika seit 1985 mit ihren Projekten dafür ein, politische Entscheidungsträger zu einer professionellen Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu befähigen, institutionelle Konsolidierung zu unterstützen, den Aufbau des polizeilichen Ausbildungswesens zu reformieren, sowie die Beteiligung von Indigenen an politischen, sozialen und ökonomischen Prozessen zu stärken.