„J'A“ Wasser für die Gemeinde Chicabracán
Viele ländliche Gemeinden verfügen nicht über zuverlässige Leitungssysteme zur Trinkwasserversorgung, wodurch Krankheit und Kindersterblichkeit vermieden und verhindert werden könnten. Die Verbesserung der Netze und der Qualität der Wasserversorgung sind eine wesentliche Herausforderung zur Erfüllung der Milleniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Die UNO erklärte im Jahr 2011 den Zugang zu sauberem Wasser zu einem grundlegenden Menschenrecht.
Der Dokumentarfilm konzentriert sich auf ein von der Gesellschaft für international Zusammenarbeit (GIZ) und dem schwedisch-deutschen Entwicklungshilfeprogramm „Programa Municipios para el Desarrollo Local“ (Promudel) durchgeführtes Projekt.Mit dem Ziel, Entwicklung innerhalb der Gemeinden im Quiché zu fördern, stärkt das Projekt die Anstrengungen dieser Gemeinden, mit Leitungsnetzen die Qualität der Trinkwasserversorgung zu verbessern. Promudel hat dem Projekt in Chicabracán mit 184.000 Quetzales für den Kauf von Baustoffen unterstützt.
Wegen des Mangels an Wasser in Gemeinden wie Chicabracán/Quiché wird in Zusammenarbeit mit Gemeindeverwaltungen und Bürgern in diesem Projekt Ausbildung angeboten und technische Unterstützung geleistet, so dass jetzt Wasser von einem Reservoir zu einem Versorgungstank gepumpt wird und damit die Wasserversorgung in der Gemeinde sichergestellt ist.
Für die Wartung der Wasserpumpe, die Erhaltung des natürlichen Reservoirs und den Umweltschutz werden Kurse angeboten, bei denen die Bürger lernen, richtig mit dem Wasser umzugehen. Um einen Beitrag zum richtigen Umgang mit Wasser zu leisten, sind auch bereits Wasseruhren installiert worden. Die Gemeinde ist organisiert, hat Regeln zum Wasserverbrauch entwickelt und trägt selbst dazu bei, dass das Wassersystem und die Wartung finanziert werden und das System erhalten bleibt.
Das Erlernte wird auch schon an die Kinder weitergeben, um zu erreichen, dass auch sie sich mit einbringen und so die Weiterentwicklung der Gemeinde mittragen. Wie Chicabracán haben auch viele andere indigene Gemeinschaften ihren Traum verwirklichen können, Leitungswasser zu haben: Dank der eigenen Anstrengungen und der Zusammenarbeit mit Promudel, das insgesamt 35 Maya Gemeinden in den Verapaces, im Quiché und in Huehuetenango berät.
„Ohne das Bewußtsein, den Einsatz und die Selbstverpflichtung der Gemeinschaften kann nichts erreicht werden. Sie bewahren die Tradition der Großväter und Großmütter und lehren die nachkommenden Generationen die Milpa (Mais), den Wald und das Wasser zu schützen.“ (Promudel)