Kleinstprojekte der Botschaft

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Hier finden Sie Information und verschiedene Kleinstprojekte, die von der Deutschen Botschaft in Guatemala unterstützt wurden. Die Projekte sind in  den verschiedenen Regionen des Landes verteilt und sollen in den meisten Fällen Hilfe zur Selbsthilfe schaffen.

Kleinstprojekte der Deutschen Botschaft in Guatemala

Die Deutsche Botschaft erhält jährlich Fonds für die Verwirklichung von Kleinstprojekten seitens des deutschen Außenministeriums. Diese Art von Spenden werden in der Regel der bedürftigen Landbevölkerung zugewiesen. Es handelt sich hierbei um Förderungen, die möglichst schnell realisierbar sind und nur wenig Verwaltungsaufwand bedeuten, somit spürt die davon profitierende Bevölkerungsgruppe die direkten Konsequenzen und Vorteile in ihrem Alltag.

Es ist der Botschaft wichtig, dass die begünstigte Bevölkerung einen direkten Beitrag zum Gelingen des Projektes beiträgt, oft in Form von Arbeitskraft.

Als Beispiele für genehmigte Kleinstprojekte des letzten Jahres sind zu erwähnen:

- Renovierung einer Schulungsstätte für taubblinde Kinder in Quetzaltenango

- Konstruktion einer befahrbaren Brücke in einer Gemeinde in Santa Cruz del Quiché

- Anschluss an Wasserversorgung einer Gemeinde in Rabinal, Baja Verapaz

 

In den folgenden Links finden Sie Informationen zu den Bedingungen der Mikroprojekte 2018 und das Bewerbungsformular.

Die Bewerbungsfrist endet am 31. Januar 2018.  

Santo Domingo Xenacoj

Wirtschaftsförderung auf kommunaler Ebene

In Santo Domingo Xenacoj, Sacatepéquez, besteht seit zwei Jahren eine Kooperative, die sich der Produktion sowohl von konventionellen als auch folkloristischen Textilien widmet. Um die Arbeit der rund 40 Familien zu unterstützen, wurden im Rahmen der Kleinstprojekte der Deutschen Botschaft 25 Nähmaschinen angeschafft und am 27.11.2012 offiziell übergeben. Das guatemaltekische Wirtschaftsministerium fördert die Arbeit der Kooperative mit Fortbildungsmaßnahmen und der Erstellung von Geschäftsplänen. Ziel des Projektes ist die Schaffung weiterer Arbeitsplätze, die berufliche Fortbildung von Jugendlichen und damit letztendlich die Verbesserung der  Lebensumstände.

Sparsame Holzkochöfen für eine Dorfgemeinde in Escuintla

Für die Dorfgemeinschaft von San Vicente im Departement Escuintla wurden 117 umweltfreundliche Holzkochöfen angeschafft. Diese helfen, den Holzverbrauch deutlich zu senken und sparen somit Zeit und Geld. Durch die Ableitung des Rauchs nach Außen werden Gesundheitsschäden vermieden. Die spezielle Konstruktion des Ofens hilft zudem, Verbrennungen zu verhindern.

Das Projekt ist ein Kleinstprojekt (Microproyecto) der deutschen Botschaft und wurde am 08.01.2013 durch einen Botschaftsvertreter offiziell eingeweiht.

Quiché 1

Förderung einer Entzugsklinik in Santa Cruz de Quiché

In der seit 1997 bestehenden Entzugsklinik "Nueva Vida" der Caritas Diözese Quiché werden aktuell 15 drogen-, alkohol- und medikamentensüchtige Patienten behandelt. Vier Therapeuten kümmern sich um ihre Rehabilitierung. Um die entstehenden Kosten zu finanzieren, unterhält die Caritas eine Hühnerfarm mit rund 4.000 Hühnern. Im Rahmen eines Kleinstprojekts der deutschen Botschaft konnten nun mehrere Maschinen angeschafft werden, mithilfe derer das Futterkonzentrat nun weitaus kostengünstiger in eigener Produktion hergestellt werden kann. Die Ersparnisse werden für eine bessere Behandlung der Patienten in der Klinik verwendet.

Deutschland und Guatemala unterzeichnen Kooperationsabkommen

Während eines offiziellen Besuchs einer Delegation der Kommission für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des Deutschen Bundestages, wurden unter Beisein von Botschafter Matthias Sonn sowie Mitgliedern der GIZ und KfW im Außenministerium drei Kooperationsabkommen zwischen Deutschland und Guatemala unterzeichnet.

Das Regierungsabkommen über die finanzielle Zusammenarbeit 2012 "Die Konsolidierung des guatemaltekischen Systems von Schutzgebieten - Life Web II" sowie die Regierungsabkommen über die technische Zusammenarbeit für 2013 und für 2014 wurden von der Vizeministerin für Auswärtiges Martha Eulalia Xicara de Leiva und dem Botschafter Matthias Sonn unterzeichnet.

Vertreter aus den Ministerien für Umwelt, Finanzen, Bildung und Auswärtige Beziehungen sowie Repräsentanten der Nationalen Planungsbehörde (SEGEPLAN) und des Nationalen Rats für Schutzgebiete (CONAP) waren während der Unterzeichnung anwesend.

Cáritas arbeitet mit Mitteln des deutschen Staates im Kampf gegen die extreme Armut

Gladis Ascua ist 30 Jahre alt und hat drei Kinder von acht, vier und fast zwei Jahren. In vier Monaten wird ihr viertes Kind zur Welt kommen. Ihr Haus besteht aus Bambusrohren, die Wände und der Boden sind aus Lehm, das Haus hat keine Küche und ihr Wasser entnehmen sie aus einer Tonne, die vor dem Eingang zum einzigen Zimmer des Hauses steht. Ihre Kinder leiden oft an Atemwegserkrankungen. Ihr Mann ist Bauer und arbeitet in den Fincas der Umgebung, hat jedoch keinen festen Arbeitsplatz. Oft verdient er nicht mehr als 20 bis 45 Quetzales am Tag.

Senahu

Trinkwasser für die Gemeinden Sepacay San Francisco y Sepoc Actela in Senahú, Alta Verapaz

Im Rahmen der Mikroprojekte der Deutschen Botschaft in Guatemala, die gemeinsam mit guatemaltekischen Organisationen realisiert werden, um die Beziehungen beider Länder zu vertiefen und die nachhaltige Entwicklung Guatemalas zu fördern, weihte der Geschäftsräger a.i. Deutschlands  Artur Brunner am 05. und 06. Juni 2015 zwei Trinkwasseranlagen in den Ortschaften Sepacay San Francisco und Sepoc  Actela in Senahú, Alta Verapaz, ein. Bei der Einweihung waren der Bürgermeister von Senahú, Nesor Caal, und Vertreter der Gemeinden anwesend.

In seiner Rede erwähnte Herr Artur Brunner die Notwendigkeit der Instandhaltung der Anlagen und des verantwortungsvollen Umgangs mit Wasser.

Deutschland unterstützt Krankenhaus zur Behandlung verbrannter Kinder

Am 24. Juni 2015 wurde ein Spezialbereich für Brandverletzungen im regionalen Krankenhaus in Escuintla eingeweiht. Der Bau wurde durch die Deutsche Botschaft Guatemala, die Stiftung für verbrannte Kinder und weitere Spender finanziert. Mit deiner neuen Einrichtung erhielt das Krankenhaus die erforderliche Ausstattung, um verbrannte Kinder zu behandeln. In den meisten Fällen von Verbrennungen liegt die Ursache in häuslichen Unfällen.