Hanns-Seidel-Stiftung

Die 1967 gegründete CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung ist eine deutsche politische Stiftung, die „im Dienst von Demokratie, Frieden und Entwicklung“ politische Bildungsarbeit im In- und Ausland leistet. Benannt ist die Stiftung nach dem früheren bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Hanns Seidel. Seit fast 40 Jahren engagiert sie sich in der Entwicklungszusammenarbeit, mit derzeit ca. 100 Projekten in rund 60 Ländern weltweit. Ziel der auf christlich-sozialen Idealen basierenden internationalen Tätigkeit ist es, menschenwürdige Lebensverhältnisse zu fördern und durch die Stärkung von Frieden, Demokratie und sozialer Marktwirtschaft einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Gemeinsam mit den Partnern vor Ort verwirklicht die Stiftung Projekte in den Bereichen Politikberatung und politische Bildung, mit den Schwerpunkten Förderung des Rechtsstaates, Stärkung der Zivilgesellschaft, Managementtraining, Sensibilisierung des Umweltbewusstseins und Beratung von Entscheidungsträgern in Politik, Wirtschaft und Verwaltung.

In ihren Projekten in Lateinamerika fördert die Hanns-Seidel-Stiftung die Vorstellung des unparteiischen, dem Gemeinwohl verpflichteten, reformbereiten und demokratisch pluralistischen Staates. Sie will den Menschen aus seiner Sprachlosigkeit befreien, ihn zum mündigen Bürger befähigen, der engagiert, wertorientiert, sachkundig und im Verbund Gleichgesinnter für seine Interessen eintritt. Hierbei wird die Hanns-Seidel-Stiftung durch einheimische Kooperationspartner unterstützt, wie etwa parteinahe Stiftungen, lokale Think-Tanks und NRO, Vertreter ethnischer Gruppierungen, nationale und regionale Parlamente, Handelskammern, Universitäten, unabhängige Forschungseinrichtungen oder öffentliche Verwaltungen.

Seit 1985 ist die Hanns-Seidel-Stiftung in Zentralamerika tätig, dabei insbesondere in den Ländern des sog. „Triángulo Norte“, wo sie sich vor dem Hintergrund des weitverbreiteten politischen Desinteresses, Machtmissbrauchs und hoher Kriminalität dafür einsetzt, politische Entscheidungsträger zu einer professionellen Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu befähigen, institutionelle Konsolidierung zu unterstützen, den Aufbau des polizeilichen Ausbildungswesens zu reformieren, sowie die Beteiligung von Indigenen an politischen, sozialen und ökonomischen Prozessen zu stärken.

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